Kurzbeschreibung der Vorträge und Workshops 35. Bundeskongress

Kurzbeschreibung der Vorträge und Workshops 35. Bundeskongress des AATiS e.V. vom 13.3. bis zum 15.3.2020 in Goslar

V1: Dr. H. Büttig, DL1VDL:

Der Fluss Elbe fließt bekanntlich durch Sachsens Landeshauptstadt Dresden. Doch nicht weit von Dresdens Stadtzentrum, am Rande der Stadt, befindet sich eine zweite ELBE – im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Denn das größte und komplexeste Gerät des Forschungszentrums trägt den Namen ELBE.

Die Wissenschaftler wählten diesen Namen nicht zufällig, die Abkürzung ELBE steht für einen supraleitenden ElektronenLinearbeschleuniger mit hoher Brillanz und geringer Emittanz.

(Quelle: www.hzdr.de)

V2: Dr. O. Happel, V. Scholz:

Wer Brennstoffzelle liest, denkt wahrscheinlich zuerst an das Auto. Aber es gibt auch Anwendungen, bei denen sehr viel weniger Strom gebraucht wird. Eigener Strom aus Gartenerde und Schlamm zum Anfassen und Nachahmen und mit sehr vielen Möglichkeiten zum eigenen Experiment – ein Beitrag für eine grünere Zukunft. Siehe auch WS1.

V3: A. Fröschl, DL8FA:

Im Vortrag werden folgende Schwerpunkte behandelt: Sonne allgemein, Strahlung, Sonnenflecken, Protuberanzen, Flares, CME, koronale Löcher und Sonnenwind. Die Wirkung unserer Ionosphäre als Amateurfunk-Provider, Quellen und Links.

V4: A. Auerswald, DL5CN:

Betrachtungen zu Kurzwellenantennen, Anpassung der Koax-Speiseleitung und Gleichwellenunterdrückung.

V5: Dr. M. Schramm:

Ist es tatsächlich möglich, SMD-Bauteile in einem normalen Mini-Backofen nach der Reflow-Methode auf eine Platine zu löten? Wie geht man vor, welche Geräte und Werkzeuge benötigt man? Der Autor stand vor der Aufgabe, eine Schaltung samt Platine für eine Motorsteuerung zu entwerfen und in Kleinserie herzustellen. Aufgrund der Rahmenbedingungen kamen nur Bestückung und Löten in Eigenregie in Frage. Daher hat er die Pizza-Ofen-Reflow-Löttechnik genau geprüft und eine Vorgehensweis erarbeitet, die ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Des Weiteren geht er auf Eigenschaften und Reflow-Eignung verschiedener Lötpasten ein. Siehe auch WS11.

V6: Paul Reuvers, PE1BXL, Marc Simons, PE1RRT, Dr.-Ing. Karsten Hansky, DL3HRT:

Wie kommunizierten Spione auf Kurzwelle mit ihrer Zentrale? Welche Funkgeräte benutzten sie dazu? Waren die Übertragungen abhörsicher? Wie wurde das Anpeilen erschwert? Welche Reichweiten wurden erzielt?

Auf diese und noch viele weitere Fragen gibt der Vortrag eine Antwort. Es werden Geräte aus Ost und West aus der Zeit des Kalten Krieges vorgestellt und ihre Schaltungstechnik analysiert. Die Betriebstechnik wird erläutert und ausgewählte Geräte werden auch vorgeführt.

V7: I. Kadner, B. Schirmer:

Die MINT-Botschafter berichten über ihre Arbeit und die Nutzung von AATiS-Entwicklungen. Bezug genommen wir dabei auch auf das Daedalus-Projekt (siehe WS5, WS9)

WS1: Dr. O. Happel:

Im Workshop "Grüne Energie aus braunem Schlamm: Selbstbau einer Bio-Brennstoffzelle" werden zunächst in einem Einführungsvortrag die Grundlagen von Bio-Brennstoffzellen vermittelt. Daran anschließend werden Varianten in der Ausführungsform vorgestellt und Tipps für den eigenen Aufbau gegeben. Im praktischen Teil des Workshops können die Teilnehmer mit dem Bausatz AS900 ihre eigenen Schlamm-Batterien starten, wobei zusätzlich benötigten Dinge (Gefäß und Erde/Schlamm) bereitgestellt werden.

WS2: W. Dreckmann, DH4KAV:

AS520 – Detektor zum Auffinden von Fledermäusen und anderen Ultraschallquellen. Der Selbstbau technischer Hilfsmittel für die Naturbeobachtung ist ein neues spannendes Thema, besonders für Kinder und Jugendliche. Auch zum Aufspüren von Ultraschallbaken beim "BatOring" (s. WS4) geeignet.

WS3: U. Pöggel, DL5OAU:

Deutsche Mittelwellensender gibt es schon seit Ende 2015 nicht mehr und die letzten deutschen Langwellensender haben bereits Ende 2014 ihren Betrieb eingestellt. Um die alten Radiogeräte zu testen und den warmen weichen Klang eines Röhrenradios mal wieder zu hören oder gar eine Göbbelsschnauze mal wieder zum Tönen zu bringen, wurde ein Mittel- und Langwellenprüfgenerator entwickelt. Dieser kann dann mit dem Antennenanschluss des Empfangsgerätes verbunden werden und man kann Prüfen, Testen oder auch sein eigenes Programm abspielen.

WS4: W. Dreckmann, DH4KAV, B. Kalch, DB1BKA:

Bau von Ultraschallbaken „FlediBot“, die ein fledermausähnliches Klangmuster erzeugen. Mit diesen und den Ultraschalldetektoren können dann „BatOrings“ durchgeführt werden – hier am Sonntag im Gebäude und Freigelände.

WS5/WS9: K. Home, DO8ECC, und J. Home, DM4JH:

Wer kennt nicht die spannenden Sekunden vor einem echten Raketenstart! Leider haben nicht viele die Chance, ein solches Ereignis live zu erleben. Der Daedalus LTS-1 Workshop (AS830) gibt euch aber nicht nur das Erlebnis eines echten Starts, ihr seid sogar Teil eines "Mission - Preparation and Prelaunch Teams" (MPPT). Zunächst baut ihr die Nutzlast auf und führt die notwendigen Tests der korrekten Funktion der Schaltung durch. Dann wird Daedalus kalibriert und ein Startplan erstellt. Nach einer erfolgreichen Integration der Nutzlastplatine AS830 Daedalus TX in ein Gehäuse, dass Schutz vor extremen Witterungsbedingungen in über 20km Höhe bietet, steht dem Höhepunkt eines echten Ballonstarts nichts mehr entgegen.

Nach dem Mittagessen wird unsere Mission "Goslar LTS-1" bei hoffentlich guten Wetterbedingungen starten. Wir verfolgen die Signale unserer Ballonsonde möglichst lange und zeichnen sie für eine spätere Auswertung auf. Im warmen Tagungsraum geht es dann an die Auswertung der Flugdaten.

(Laptop zur Kalibrierung und Auswertung der Flugdaten, evtl. ein SSB-tauglichen Empfänger für 70 cm)

WS6: V.Torgau:

Der Batterieturm ermöglicht die Begriffe Spannung, Potential und Polarität besser zu erfassen und „begreifbar“ zu machen. Er wird erstmalig im Anfangsunterricht und dann später in höheren Klassenstufen immer wieder eingesetzt, um anschaulich Grundlagen zu vermitteln. In verschiedenen Bauformen kann weiterhin die Anzahl der Monozellen sowie deren Kapazität variiert werden.

WS7: P. Eichler, DJ2AX:

Mit dem Bausatz AS669 wird ein aktiver KW-SWR-Messkopf-Vorsatz für das HF-Multimeter AS628 zur Messung des SWR ab 1 W aufgebaut.

WS8:

Die Bombe AS420 ist ein Rätsel- und Kommunikationsspiel für Gruppen. Nebenbei lernt man auch ein bisschen was zum Thema Amateurfunk, Elektrotechnik, Digitaltechnik und Informatik. Ziel des Spiels ist es eine tickende Bombe fachgerecht zu entschärfen. Das gelingt nur, wenn alle zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen, um die verschiedenen Rätsel zu lösen. In diesem Workshop dürfen nach einer kurzen Einführung alle selbst Hand anlegen und einen Teil der Bombe selber bauen. Weil der Bausatz aus vielen verschiedenen Modulen besteht, geht man sich beim Aufbauen auch nicht im Weg um. Sind alle Platinen fertig gelötet, dann werden sie einfach zusammengesteckt. Im Anschluss ist noch Zeit um die Bombe ausgiebig am "Explodieren" zu hindern. Wer mitbasteln möchte, der sollte Lötkolben und Co. mitbringen. (Es gibt aber auch ein paar wenige Aufgaben, die sich ohne Lötkolben erledigen lassen.) Selbst wer überhaupt nicht basteln möchte ist willkommen sich zu informieren und das Spiel zu testen.

WS9: siehe WS5

WS10: S Barth, DG0MG, und A. Auerswald, DL5CN:

Mit dem Bausatz AS330 wird eine quarzgesteuerte Uhr, die auf Knopfdruck die Zeit im Morsecode ausgibt, aufgebaut.

WS11: Dr. M. Schramm:

Die Workshop-Teilnehmer können wahlweise die Lötpaste manuell auf die einzelnen Lötpads

auftragen oder mit Hilfe der Schablone, die zusammen mit weiteren Hilfsmitteln herumgereicht wird. Die Lötpaste wird gestellt. Sobald jeweils genügend Platinen bestückt sind (8 - 9 pro Durchgang), werden sie im Pizza-Ofen reflow-gelötet.

 

Kurzfristige Programmänderungen aus aktuellem Anlass sind jederzeit möglich und werden auch auf unserer Internetseite bekanntgegeben. Deshalb erfolgt auch am Freitag vor Beginn des ersten Vortrags die Einteilung der Arbeitsgruppen, wo sich jeder nochmals für seine Aktivitäten zum 35. Bundeskongress entscheiden kann.