Beschreibungen 34. Bundeskongress

 

V1: Dr. Jörg Noack, DG2ORK: Die Beobachtung frei lebender Menschenaffen in ihrem natürlichen Umfeld gehört zu den anspruchsvollsten und logistisch aufwändigsten Vorhaben moderner biologischer Langzeitforschung. Der Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise zu Forschungsstationen an einigen der abgeschiedensten Orte unserer Erde und gibt Antworten auf die Frage, warum die Kommunikation per Kurzwelle auch heute noch allererste Wahl sein kann.

V2: Rolf Becker, DC9JG: Die senseBox ist ein Citizen Science Projekt, welches im Schüler- und Forschungslabor GI@School am Institut für Geoinformatik der Universität Münster entwickelt wurde. Bei diesem Projekt werden Do-It-Yourself Bausätze für Sensorstationen zusammen mit detaillierten Anleitungen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bereitgestellt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich an einer wissenschaftlichen Messkampagne für Umweltdaten mit Hilfe von Photonik-Technologien zu beteiligen.

V3: Volker Torgau: Einfache Experimente mit dem Induktionsherd.

V4/WS2Ein Quäntchen Licht geht auf Reisen: Zum Einsatz in den MINT-Fächern bietet Dr. Oliver Happel unter dem Thema „Ein Quäntchen Licht geht auf Reisen“ Workshop und Vortrag an. Die Messbox AS646 zur Messung geringster Lichtmengen in Lumineszenzversuchen sowie Varianten der nachfolgenden Datenverarbeitung (USB, Bluetooth, SD-Karte, IC-Net). Zur Messung geringster Lichtmengen werden typischerweise Photoelektronenvervielfacher (engl. photomultiplier tube, PMT) eingesetzt. In der Chemie und Biologie werden solche Messungen geringster Lichtmengen bei Methoden der Fluoreszenz, der Chemilumineszenz und der Biolumineszenz analytisch eingesetzt. Im Rahmen eines Workshops zur MINTstrumentellen Analytik wird der Betrieb eines PMT an der Messbox AS646 vorgestellt. In einführenden Versuchen können eigene Messungen durchgeführt werden (z.B. Chemilumineszenz saurer Permanganatlösung, Biolumineszenz von Leuchtbakterien). Ergänzend dazu werden im Workshop die Anpassung der Aufnahmerate am AD-Wandler, die Mittelwertbildung am Arduino sowie die Datenübertragung per Bluetooth oder die Speicherung auf einer SD-Karte vorgestellt, wodurch die Messbox deutlich flexibler eingesetzt werden kann. Abschließend wird zur Datenauswertung der Messungen der Workflow über die kostenfreie Software IC-Net 2.3 vorgestellt. Wer eine Messbox besitzt, sollte diese zusammen mit einem Laptop mitbringen. Einige Bausätze werden in Goslar vorrätig sein, aber die Zeit zum Aufbau ist nicht ausreichend, da der Schwerpunkt bei der Bluetooth-Ergänzung AS819 liegen wird.

V5: Bernd Kalch, DB1BKA, und Denis Fritzsche wollen mit ihrem Vortrag denen, die sich damit noch nie befasst haben, einen kleinen Eindruck vermitteln, womit sich klassische Regelungstechnik beschäftigt. Für Lehrer, die Das Thema unterrichten wollen oder sollen, möchten sie aber auch einen möglichen didaktischen Weg aufzeigen, wie man an die Materie heran gehen kann. Die folgenden Themen besprochen: Historie und Begriffe, Regelungen im Alltag und im Hobbybereich, Beschreibung von Regelstrecken, Auswahl und Konfiguration eines Reglers, die Simulation von Regelkreisgliedern und Regelkreisen. Es werden zwei praktische Modelle für den Unterricht vorgestellt und die Möglichkeit aufgezeigt, eine SPS als Regler zu benutzen.

V6: Hochaktuell stellt Andreas Auerswald, DL5CN, mit „Es'-Hail und der Empfang des 10 GHz-Downlink mit low budget Mitteln“ eine Variante vor, wie man mit einem SDR-Stick V3 und einem LNB den ersten geostationären Amateurfunk-Satelliten empfangen kann, ohne das Bastelbudget zu sprengen. Da die V3-SDR-Sticks noch eine Vielzahl anderer Anwendungsmöglichkeiten bieten, von denen einige im neuen Praxisheft vorgestellt werden, ist das eine sehr günstige Lösung für Arbeitsgemeinschaften und Einsteiger.

V7: Uranbergbaus Mit Dr. Karsten Hansky, DL3HRT, können Sie „Mit dem Geigerzähler auf den Spuren des Wismutbergbaus in Thüringen und Sachsen“ unterwegs sein. Die Zuhörer erfahren im Laufe des Vortrags, wo und wie die Sanierung von Bergbaulandschaften vorbildlich durchgeführt wurde. Sie lernen aber auch Beispiele kennen, wo noch Optimierungsbedarf besteht oder eine Sanierung überhaupt erst erforderlich ist. Mit dem Geigerzähler in der Hand wurden Orte in Thüringen und Sachsen erkundet, auch ein kleiner Abstecher in die Tschechische Republik durfte nicht fehlen. (PDF-Info)

V8: Anja Hilbert, DG0YS, und Olaf Oehme, DG0CH: „Sport, Technik und Natur – Amateurfunkpeilen“
ARDF-Profis berichten über Planung und Durchführung von Peilveranstaltungen, stellen Technik vor und zeigen, wie die Wettkampfauswertung vor sich geht.
(Anja belegte bei der 11. ARDF-Weltmeisterschaft 2002 in Tatranske Matliare / Slowakei den ersten Platz und wurde damit Weltmeisterin in der Altersgruppe D21 (Einzelwertung 2m), bei der 14. ARDF-Weltmeisterschaft 2008 in Hwaseong, Republik Korea, erreichte sie die Bronzemedaille in der Altersgruppe D35 (Mannschaftswertung 2 m).

V9: Auf der Lehrerfortbildung anlässlich der HamRadio2018 stellte Werner Dreckmann DH4KAV das Projekt radio-tracking.eu zur automatisierten Erfassung besenderter Tiere vor. Im Spätsommer/Herbst 2018 wurde das System zum ersten Mal zur Beobachtung des alljährlichen Fledermauszugs eingesetzt. Werner berichtet über den Aufbau des Stationsnetzes, erste Erfahrungen und den Fortgang dieses Citizen-Science-Projektes.

WS1Musteraufbau 70cm-Peilsender : Werner Dreckmann, DH4KAV: Katzenbesitzer haben es sicher schon erlebt, daß ihre Katze nicht zur gewohnten Zeit nach Hause kommt. Oftmals passiert es, dass die neugierigen Tiere versehentlich in Garagen oder Gartenschuppen eingesperrt werden – ein einfacher kleiner 70cm-Peilsender für die Vermisstensuche wäre da eine große Beruhigung, insbesondere beim ersten Freigang nach der Eingewöhnungszeit. Aber auch wer einmal wissen möchte, wie groß das Revier seines Stubentigers ist, gewinnt damit oft überraschende Erkenntnisse. Die Anforderungen an einen solchen Sender wären: geringes Gewicht, kleine Abmaße, lange Betriebsdauer, geringe Herstellungskosten und natürlich – legaler Betrieb. Der Aufbau erfolgt in Hybridbauweise sowohl mit SMD als auch bedrahteten Bauteilen. Der gepulste Sender ist in SSB/CW empfangbar. Neben der "Haustiertelemetrie" sind auch andere Einsatzzwecke denkbar.

WS3: Bevor jemand „Hilfe, meine Regelung spinnt!“ rufen muss, kann er sich schon vorher einige Gedanken machen. In dem Workshop wollen Bernd Kalch, DB1BKA, und Denis Fritzsche an Hand eines Modellhauses zeigen, wie man ein Modell der Regelstrecke gewinnt und mit diesen Informationen einen Regler erfolgreich konfigurieren kann. Es wird die Anwendung eines Faustformelverfahrens geübt und die Konfiguration am PC simuliert. Zum Schluss wird die Theorie mit der Praxis verglichen, indem die gefundenen Reglereinstellungen am Modellhaus getestet werden können. Wer möchte, kann auf seinen Laptop ein Simulationstool aufspielen und erlernen.

WS4Musteraufbau AS829 mit PA: Im Workshop mit Wolfgang Förtsch, DK4MZ, und Helmut Berka, DL2MAJ, wird ein modularer QRP-Morsesender für das 80m-Band (AS829) aus dem Modul Quarzoszillator (f=3,570MHz) und dem Modul Leistungsverstärker (P=0,5 W an 50 Ω) zusammengesetzt. Im Workshop werden die beiden Module jeweils auf einer AATiS Platine BB42 bestückt. Mit einem Oszilloskop und einem Spektrumanalyzer werden die Signale des Oszillators untersucht. Anschließend werden beide Module zusammengesteckt und der gesamte Sender mit den Messgeräten getestet. Der Sender eignet sich aufgrund der Modulbauweise sehr gut um in Seminaren oder mit Arbeitsgruppen das Thema Funk zu erläutern. Für portable Einsätze von Funkstrecken (z.B. auf Ausflügen der Jugendgruppe) ist dieser einfache, robuste Sender zur Übertragung von Morsesignalen gut geeignet. Bei einer Fuchsjagd kann der Sender mit einer angesteckten automatischen Tastung als Peilsender eingesetzt werden. Versuche mit dem Sender im Shack zum Aufbau von QRP-Verbindungen werden sicher spannend.

WS5Musteraufbau STM32F103 Board mit USB-Seriel-Wandler: STM32 ist eine große Familie mit CORTEX-CPU. Das kleine STM32F103-Board (BLUE PILL) ist sehr günstig zu bekommen und einfach mit ARDUINO IDE programmierbar. Im Workshop werden wir zeigen, wie das Board über eine serielle Schnittstelle mit USB-UART-Modul geflasht wird. Der Versuch, direkt über USB zu flashen, kann an den unterschiedlichen Rechnern scheitern. Eine Amateurfunk-Anwendung werden wir testen. Teilnehmer bekommen ein Steckboard, Steckbrücken, USB-UART-Wandler und BLUE-PILL-Board. Notebooks und Kabel (USB-A auf USB-B und USB-A auf USB-Mikro) sollten mitgebracht werden, eine bereits installierte Arduino IDE 1.85 oder neuer ist hilfreich und spart Zeit. Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt, da nur diese Anzahl an Hardware erworben werden kann.

WS6: Andreas Auerswald, DL5CN: Professionelle Fotos von Baugruppen, Leiterplatten, Objekten ... wie geht’s?

WS7: Peter Eichler, DJ2AX: Passend zum HF-Multimeter AS628 stehen drei Sensoren zur Auswahl: Logarithmischer Leistungsmesser mit AD8307, der Leistungen von 1 nW bis 1 W bei bis zu 500 MHz messen kann. Der Bausatz (AS639) enthält nur SMD-Bauteile und wurde schon im QTC als Edition Weinheim vorgestellt. Der SWR-Messkopf für KW (AS649) für verschiedene Leistungsklassen im Weißblechgehäuse (37x74x30) kann entweder in QRP- oder QRO-Ausführung aufgebaut werden. Der Durchgangsmesskopf zur Leistungsanzeige oder HF-Spannungsmessung bis 100 Volt (AS659) wird in ein Weißblechgehäuse der gleichen Größe eingebaut. Die Gehäuse sind für den Einbau von BNC-Buchsen vorbereitet, individuell kann auf PL- oder N-Buchsen umgestellt werden. In begrenzter Stückzahl stehen nach dem Workshop auch die Bausätze AS639, 649 und 659 zur Verfügung.

 Musteraufbau AS659  Musteraufbau AS639

WS8: Volker Torgau: Computergesteuertes Schmelzschneiden von der Grundschule bis zum Studium (Laptop mitbringen).