Vorträge Workshops Bundeskongress 2026

Aufspüren und Beseitigung von Störungen im Kurzwellenbereich

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Erfassung und Beseitigung von lokalen Störungen, die aus dem normalen Grundrauschen auf Kurzwelle herausragen. Dazu muss das Grundrauschen ermittelt werden.

Weiterhin geht es um die Beschaffenheit von Empfängern und Antennen zur Störsuche.

Bei der zielgerichteten Suche sind die Unterschiede zwischen Antennen und Sonden bedeutsam.

Elektrische Verbraucher lassen sich mit einer einfachen Netznachbildung erfassen. Verschiedene elektrische Geräte und deren Eigenschaften werden vorgestellt.

 

Andreas Auerswald – DL5CN

Dauer: 90 min, einschließlich praktischen Vorführungen und Fragen

 

 


AS356 – Power-Taster

Stromstoßrelais für das Licht im Haus kennt wohl jeder. Den Ein/Aus-Taster an elektronischen Geräten gibt es schon lange. Aber leider haben diese manchmal zu viel eigenen Stromhunger. Mit AS356 gibt es nun eine Schaltung, die selbst so gut wie keinen Strom benötigt und dazu noch einen Verpolschutz bietet. Ursprünglich nur für ein kleines Radio gedacht, schaltet die Baugruppe per Taster 5 V bis 15 V bei maximal 2 A Laststrom. Bei einem RDS(on) von 0,13 Ω bleibt der Spannungsabfall in einem vertretbaren Rahmen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Projekt: Bernd Bienek

Workshop: Björn Eikermann – DD5BEA

Dauer: 2 Stunden

 

Darf ich denn das? Jain!«

Was darf eine Lehrkraft im Unterricht alles vorführen oder ausführen lassen?

Die meisten wissen kaum, welche Gesetzlichkeiten für Lehrkräfte in der Bundesrepublik gelten und was alles nicht verboten ist. Das kann dazu führen, dass man »vorauseilenden Gehorsam« entwickelt und der Schülerschaft Wissen vorenthält.

Darf die einigermaßen gebildete Hausfrau eine im Baumarkt frei erhältliche Schutzkontaktsteckdose erneuern? Oder eine Deckenleuchte installieren? Das Internet spuckt dazu jede Menge Verbote aus, die aber nur teilweise gelten. Wer ist eine Elektrofachkraft und wann brauche ich die?

Bernd Kalch – DB1BKA

Dauer: 45 Minuten

 


Meshtastic

Nach einer Einführung in das Thema Meshtastic beschäftigen wir uns zunächst mit dem Aufbau eines Repeaters und einiger Clients. Nachdem wir dann im „Netz“ sind, diskutieren wir die Eignung im Bereich der Bildung und den Zugang für Schüler.

Pro & Contra sowie Gefahren der Nutzung sind Thema. Von „Spam“ bis „Notfallkommunikation“"

Christian Zirlewagen – DJ9PH

Dauer: 1,5 Stunden

 


Projekt EasyChair – Geschichte, Analyse und Nachbau

Wir werden eine technische Präsentation des Projekts EasyChair halten. Dabei geht es um die Entwicklung eines Systems nach der Bergung von »The Thing« in der Residenz des US-Botschafters, das um 1952 gefunden wurde (nachdem es dort 7 Jahre lang an der Wand gehangen hatte). 

Unsere Präsentation gibt zunächst einen kurzen Überblick über den Hintergrund von »The Thing«, seine (technische) Analyse und anschließend die Schritte der Erforschung seines Prinzips durch die CIA, und den Entwurf und die Entwicklung von EasyChair durch Firma NRP in den Niederlanden. 

Wir hoffen, dass Crypto Museum – wenn bei der Neuentwicklung alles gut läuft – das passive Abhörgerät und den Sender »EasyChair« Version III vorführen kann. Natürlich wird die von uns verwendete Frequenz im Amateurfunkband liegen. Und wenn eine Vorführung nicht möglich sein sollte, so ist es trotzdem interessant darüber zu sprechen und zu zeigen, warum es so schwierig war, dieses Projekt zu realisieren. Dies wird eine interessante Diskussion mit dem Publikum anregen.

Auf jeden Fall wird es viel Spaß machen!
 

The Thing: https://www.cryptomuseum.com/covert/bugs/thing/index.htm 

Operation EasyChair: https://www.cryptomuseum.com/covert/cases/nl/ra1958.htm 

EC MK III: https://www.cryptomuseum.com/covert/bugs/ec/ec3/index.htm 

Vortragende: Paul Reuvers, PE1BXL & Marc Simons, PE1RRT

Dauer: 90 Minuten

 


PMW2026 – Poor Mans Workbench

Bei der SMD-Bestückung, sowie beim Löten an Steckern und Buchsen fehlt eigentlich immer eine Hand zum Festhalten. Auf Grundlage des Lötknechts vom OV S06, Dresden, wurde eine 20 cm x 30 cm große Arbeitsplatte (Poor Mans Workbench) geschaffen, die verstellbare Halterungen für die Leiterplatten und Klemmhalterungen für Stecker und Buchsen enthält. Auch ein Bauteilvorratsbehälter, eine Lupe mit Beleuchtung und eine Möglichkeit zum Fixieren von SMD-ICs sind vorgesehen.

AS346 – SMD-Löten für Anfänger

Mit dem neuen Bausatz AS346 können die Teilnehmer des Workshops das Bestücken von SMD-Bauteilen erlernen. Es werden Bauteile der Größen 1206, 1210, SOT23 und SMD-Elkos aufgelötet. Bei richtiger Bestückung und dem Einsetzen einer (gebrauchten) Batterie beginnt die LED auf der Leiterplatte zu blinken. Die Stromaufnahme der Schaltung ist so gering, dass die LED selbst mit eine fast entladenen Batterie noch Monate lang blinkt.

Mitzubringen sind ein Lötkolben mit kurzer spitzer Lötspitze, Elektroniklot mit ca. 0,5 mm Durchmesser, sowie Entlötlitze und gegebenenfalls eine Pinzette. Eine Tischleuchtlupe ist ein gutes Hilfsmittel bei der Bestückung.

AS805 T – Tongenerator für den ELiSE Photonic Communicator

Zum ELiSE Photonic Communicator wurde ein Tongenerator entwickelt. Dieser befindet sich auf einer kleinen SMD-Leiterplatte und hat einen Schalter, mit dem zwischen einem Dauerton von ca. 625 Hz und einer Tonfolge mit ansteigender Frequenz gewählt werden kann. Der Dauerton ist eine Hilfe zum genauen Ausrichten bei der Gegenstation. Die Tonfolge dient zur eindeutigen Identifizierung der Gegenstation.

Ulrich Pöggel – DL5OAU  Mathias Dahlke – DJ9MD

Dauer: 3 Stunden

Dies ist ein kombinierter Workshop. Zuerst wird die Poor Mans Workbench aufgebaut. Danach entscheiden die Teilnehmer ob sie AS346, AS805T oder alle beide Bausätze aufbauen möchten.


Smart-Teleskope – der (fast) perfekte Einstieg in die Astrofotografie

Wer den Sternhimmel mit einem Fernglas oder gar einem Teleskop beobachtet hat irgendwann den Wunsch, das Gesehene als Fotografie festzuhalten. Nach den ersten Versuchen mit einfachen Mittel stellt sich oft Ernüchterung ein. Die Tipps der »ernsthaften Astrofotografen« sind auch nicht immer hilfreich, stellt doch die benötigte Technik (Teleskop, Montierung, CCD-Kamera, Nachführung etc.) für viele eine sehr hohe technische und auch finanzielle Hürde dar.

An diesem Punkt setzen Smart-Teleskope an, von denen es mittlerweile verschiedene von Modelle (z.B. Dwarf, Seestar, Vespera) gibt. Der Workshop führt in die Welt der Smart-Teleskope ein und zeigt ihre Möglichkeiten, aber auch ihre Grenzen. Nach einem Überblick über die bisher übliche Technik und Methoden der Astrofotografie wird gezeigt, wie Smart Teleskope die Astrofotografie verändern. Anhand eines Dwarf 3 wird der Ablauf vom Aufbau des Stativs, über die Objektauswahl, den Aufnahmeprozess bis hin zur Nachbearbeitung der Bilder demonstriert.

Die in beiden Verfahren gleichen einzelnen  Aufnahme- und Bildbearbeitungsschritte werden vorgestellt. Auch wenn diese beim Smart-Teleskop automatisiert ablaufen, ist dieses Hintergrundwissen zur Einschätzung und möglichen Optimierung der Aufnahmen hilfreich. Die Teilnehmer erfahren am praktischen Beispiel wie einfach es mittlerweile geworden ist, ansprechende und hochwertige Astrofotos selbst anzufertigen. Es entstehen teilweise Aufnahmen, die noch vor 25 Jahren die Titelseite einer naturwissenschaftlichen Zeitschrift geziert hätten.

Bei klarem Himmel können während des Workshops Aufnahmen von der Sonne und abends Aufnahmen des Sternhimmels angefertigt werden.

Dr.-Ing. Karsten Hansky, DL3HRT & Dorothee Mester

Dauer des Workshop: 2,5 Stunden

 

Zusatzangebot von Dorothee Mester

Für Astronomie-Interessierte, die eine Reise in die Totalitätszone der Sonnenfinsternis am 12. August 2026 in Spanien planen und diese auch fotografieren wollen gibt es das Angebot, gemeinsam die eigene Kamera (Canon oder Nikon) mit der Software „Eclipse Orchestrator“ zu konfigurieren. Es gibt ein paar Klippen gibt, die überwunden werden müssen und im Handbuch nicht beschrieben sind.

Wer dieses Angebot wahrnehmen möchte, muss Kamera und Laptop mitbringen.


Spektakuläre Experimente zur Farbmischung und Farbwahrnehmung

Die additive und subtraktive Farbmischung sind nicht die einzigen Farbmischverfahren. Im Workshop lernen wir weitere Mischverfahren, wie die Speedmischung oder die Unbuntausmischung durch Experimente kennen.

Unsere Psychologie lässt uns manchmal Farben sehen, die gar nicht im Farbspektrum existieren. Interessant sind auch Verbindungen zur Musik, wie die Klangfarbe. Jeder Mensch sieht Farben anders. Mit Rot-/Grünschwäche sieht man bei einen der beiden Farben nicht etwa grau. Es gibt viel zu entdecken.

 

 

Vortragender: Volker Torgau

Zeitdauer: 2 – 2,5 Stunden


AS506 – Der BatFinder „mini“

Seit Veröffentlichung des Ultraschalldetektors AS520 im PH30 von 2020, wurde dieser Bausatz mehrere hundert Mal erfolgreich nachgebaut. Da sich die Preise für einige Bauteile seitdem vervielfacht haben, musste ein günstiger Nachfolger her. Dieser liegt nun mit dem AS506 vor. Die bewährte Schaltung wurde weitgehendend beibehalten, lediglich die Lautstärke wird über einen Schiebeschalter in Stufen eingestellt und die Mischfrequenz über ein Trimmpoti einjustiert. In Verbindung mit den weit verbreiteten In-Ear-Hörern ist der AS506 für Naturfreunde ein Detektor, der bequem in die Hosen-, Hemden- oder Rucksacktasche passt – ein Feature, dass insbesondere von den „Fledermauslauschern“ gewünscht wurde. Beim BatOring erlaubt die schlanke Form die Bedienung mit einer Hand. Das verschraubte Gehäuse ohne vorstehende Bedienteile verkraftet auch einen Sturz auf den Waldboden. Der Schwierigkeitsgrad ist in etwa dem des AS520 vergleichbar, wobei der Aufbau etwas schneller vonstattengeht, da eine „fummelige“ Verdrahtung entfällt. Der AS506 ist wie sein Vorgänger ein Bausatz für „Aufsteiger“ die sich an anspruchsvollere Projekte als z. B. Blinkschaltungen, aber noch nicht ans SMD-Löten wagen wollen. Dass damit für uns Menschen bisher unhörbare Geräusche hörbar werden, hat bisher noch jeden fasziniert, der einen Ultraschalldetektor aufgebaut hat. (Tipps zu Aufbau)

AS520 (links) und AS506 (rechts) im Größenvergleich

Werner Dreckmann – DH4KAV

Zeitdauer: 2 Stunden


Morsetaste AS686

Ein kapazitives Morsepaddle? Klar geht das, und auch zu einem vernünftigen Preis. Das auch für Anfänger und Neueinsteiger absolut nutzbare Paddle, basierend auf zwei 10 Cent Münzen, bauen wir gemeinsam auf. Falls von Interesse, gibt es einen entsprechenden Keyer gleich mit dazu und die Teilnehmenden können sofort mit dem „Geben“ starten. Dieser neue Bausatz basiert auf der ursprünglichen Idee von John, M0UKD und wurde von Frank, DL8ABG weiterentwickelt.

Ein MUSS für alle Funkamateure!

Dr. Frank Hänsel – DL8ABG

Dauer: 2-3 Stunden


 

AS406 Würfel XL

Elektronischer Würfel mit großen LEDs (∅10mm), Batteriehalter und Schiebeschalter, der unbeab­sichtigtes Leeren der Batterien verhindert. 

AS406-rt : mit roten LEDs AS406-ge : mit gelben LEDs AS406-gn : mit grünen LEDs

AS406-or : mit orangen LEDs<

AS406-bl : mit blauen LEDs


µSSDV – Digitale Bildübertragung für Wetterballons

Wenn das Wort „Bildübertragung“ im Kontext Amateurfunk fällt, denken die meisten an SSTV. Das ist auch durchaus berechtigt, schließlich ist das die mit großem Abstand bekannteste Möglichkeit Bilder mit Amateurfunk zu übertragen.

Besonders interessant wird Bildübertragung aber, wenn man seinen Transmitter an Orte schickt, die man selbst nicht erreichen kann. Zum Beispiel weit über Flugzeugen! Während Wetterballons mit GPS-Trackern für viele nichts neues sind, hebt eine Echtzeitübertragung von Bildern die Spannung eines Wetterballonstarts auf ein neues Niveau.

Schnell stößt man in diesem Fall allerdings auch an die Grenzen der mittlerweile weit über 50 Jahre alten analogen Übertragungsweise.

Vor 15 Jahren haben einige sehr talentierte Funkamateure einen Standard, SSDV, entwickelt, mit  dem man über robuste digitale Modulationen Bilder in hoher Qualität übertragen kann.

Insbesondere in Kombination mit der Modulation „LoRa“ lassen sich sehr kostengünstige und leichte Transmitter realisieren. Hierfür wurde eine Platine entwickelt, mit der man für geringes Geld relativ einfach in das Thema einsteigen kann.

----

Es wird, wenn das Wetter es erlaubt, ein Ballon mit zwei verschiedenen SSDV-Systemen gestartet. Im Anschluss daran wird Mika, DL8MIK, einen Vortrag über Ballonstarts mit SSDV halten, in dem er insbesondere den µSSDV vorstellen wird.

 


Die Erde dreht sich immer langsamer – und warum wir das wissen

Im Mittel benötigt die Erde etwas länger als 24h für eine Erdumdrehung. Im Lauf eines Jahres kumuliert sich dieser Effekt. Will man nun die Erdzeit mit der astronomischen Zeit synchron halten, muss man ab uns zu eine zusätzliche Sekunde einfügen. Diese Sekunde nennt, man ähnlich zum Schalttag, Schaltsekunde und wird bei Bedarf in der Nacht von 31.12. auf den 01.01. eingefügt. Diese genauen Zeitmessungen wurden durch die Erfindung der Atomuhren möglich. Seit 1972 wurden bisher insgesamt 37 Schaltsekunden eingefügt.
Allerdings dreht sich die Erde schon seit langer Zeit immer langsamer, was man durch astronomische Beobachtungen aus dem Altertum und mit heutigen Berechnungen nachweisen kann.
Im Vortrag werden die heutigen Methoden zur Zeitmessung vorgestellt. Ebenso die Rückschlüsse, die aus den astronomischen Beobachtungen des Altertums gezogen werden können.  


Eine Einführung in die 3D-Modellierung mit Blender

Schon seit ein paar Jahren können 3D-Drucker zu erschwinglichen Preisen und mit guter Qualität erworben werden. Im Internet ist inzwischen eine unüberschaubare Vielfalt von 3D-Druckdateien verfügbar – oft jedoch nicht genau das, was man sucht. Schnell erkennt man, dass man sich das nun benötigte Objekt selbst konstruieren muss. Will man sich nicht mit aufwändigen CAD-Programmen beschäftigen, so kann man die Software „Blender“ nutzen.
Der Workshop bietet eine kurze Einführung in das Programm, mit dem Ziel ein erstes, einfaches Objekt zu drucken.

Bitte einen eigenen Laptop mitbringen. Ein 3D-Drucker wird vorhanden sein. Günstig ist, wenn auf dem Laptop das Programm Blender schon installiert ist. Man kann es kostenfrei von https://www.blender.org/ herunterladen.


 Astropeiler Stockert

Der Astropeiler Stockert, war zur Einweihung in 1956, das erste vollbewegliche Radioteleskop in Deutschland. Zur Historie des Astropeilers, zur „Entstehung“ der Radioastronomie und die „Rolle“ von Funkamateuren dabei,  werden Fakten erläutert.

Heute ist der Astropeiler das größte Radioteleskop weltweit, in der Hand von Amateur-Radioastronomen. Die Empfangstechnik ist auf dem aktuellsten Stand. Der Verein „Astropeiler Stockert e.V.“ betreibt das Radioteleskop in Kooperationen mit Universitäten und Instituten, ist ein erfolgreicher außerschulischer Lernort mit Projekttagen für Schulklassen der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II  und führt auch Praktika für Studenten im Rahmen eines Physikstudiums durch.

Zum Thema EME (Erde-Mond-Erde) und EVE (Erde-Venus-Erde) wird ebenfalls, ganz aktuell, berichtet.